Val Sesvenna und Val d'Uina, 31. August bis 1. September 2002 (Karte) (GPS)

Leitung und Bericht: Uli Onken
Teilnehmerinnen und Teilnehmer:
Claudia Betschart (Fotos), Adrian Chelbosu, Peter Flor, Karin Heidenreich, Marlène Lutz, Susanne Neuenschwander, Rebecca Scherrer.

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Blick von der Alp Sesvenna zurück gegen S-charl  
   
zwischen Alp Sesvenna und Fuorcla Sesvenna, bei Marangun  
   
Adrian, Uli, Rebecca und Peter bei der Mittagsrast  
Samstag, 31. August 2002: Val Sesvenna statt Piz Lischana
Die erste Überraschung gab es für den Tourenleiter und die Teilnehmer schon ein paar Tage vor der Wanderung: Die Lischanahütte (38 Plätze) war inkl. Notlagern komplett ausgebucht. Im Sommer empfiehlt es sich, mehrere Wochen im Voraus zu reservieren; die Hütte soll allerdings erweitert werden. An Stelle des ursprünglich angepeilten Piz Lischana wurde die Wanderung einige Kilometer südlich ins Val Sesvenna verlegt. Die zweite Überraschung betraf die Wetterprognosen, die sich mehrmals änderten. Schlussendlich war der angesagte Mix aus Sonne und Wolken aber doch gut genug, um die weite Fahrt ins Unterengadin anzutreten.
Wir kommen am Samstag etwas verspätet gegen 11:15 Uhr mit dem Postauto in S-charl an, wo noch Marlène zu uns stösst. Ohne die eigentlich eingeplante Kaffeepause in S-charl oder an der Alp Sesvenna geht es zügig durch das Tal bis zur Waldgrenze hinauf, wo das Flusstal wieder recht flach und dafür urtümlich wird und zum Mittagessen aus dem Rucksack einlädt.
Am Ende des flachen Stücks grasen einige Kühe, dann ging es steil zum grünen Lai da Sesvenna hinauf. Die Landschaft wird dort zusehends karger und felsiger; nach Süden zeigt sich der Piz Sesvenna oberhalb des um die Jahreszeit aperen Gletschers.
                 
oberes Val Sesvenna mit Blick auf Piz dals Cotschens, Piz Minger, Piz da la Crappa, Piz dals Vadès und Piz Pisoc           im obersten Teil des Val Sesvenna   beim Lai da Sesvenna, Blick zurück ins Val Sesvenna und auf Piz Madlain
  bei Marangun im Val Sesvenna
   
  Val Sesvenna gegen Mot Madlain und dahinter Piz Minger, Piz da la Crappa, Piz dals Vadès und Piz Pisoc.
   
  Vadret da Sesvenna und Muntpitschen
   
  Lai da Sesvenna, Vadret da Sesvenna und Muntpitschen

360° Panorama beim Lai da Sesvenna (830KB)

Gruppenbild mit Katze auf der Fuorcla Sesvenna (Peter, Claudia, Karin, Susanne, Marlène, Rebecca, Adrian mit Katze, Uli)  
fünf Minuten später:  
nochmals ein Gruppenfoto kurze Zeit später (Peter, Marlène, Karin, Susanne, Uli, Adrian, Rebecca)  

Die Fuorcla Sesvenna (2819 m) ist gegen 16 Uhr erreicht. Da zusehends Wolken aufziehen, steigen einige Teilnehmer direkt nach Südtirol zur Sesvennahütte ab, während die anderen einen Abstecher zum nahe gelegenen Schadler (2948 m) machen. Adrian sucht noch den Weg zum Piz Rims, aber die fortgeschrittene Zeit zwingt uns zur Umkehr. Begleitet hat uns zeitweise der junge, bergtaugliche Hüttenkater, der allerdings beim Abstieg trotz längerer Suche verloren geht und am nächsten Tag vom Hüttenwart der Sesvennahütte eingesammelt werden muss. Kurz vor Ankunft auf der Hütte (2258 m) gegen 18 Uhr erreicht uns doch noch der Regen - wir bedauern aber vor allem die erwähnte Katze, die hoffentlich einen trockenen Unterschlupf im Fels gefunden hat.
Die Hütte liegt unverkennbar in Südtirol - das gefällig servierte Abendessen und der späte Frühstückstermin (ab 7 Uhr) sprechen für sich. Die Betten im Massenlager sind weich, aber ausreichend.
  Blick auf Vadret da Sesvenna mit Muntpitschen und rechts Piz Sesvenna
   
  dunkle Wolken über dem Valle di Slingia (Abstieg gegen Sesvenna Hütte)
        Teilpanorama von der Fuorcla Sesvenna gegen NE Richtung Valle di Slingia (386KB)  
am See gleich unterhalb der Fuorcla Sesvenna im Abstieg zur Sesvenna Hütte
      nochmals etwas Sonne am Seelein wenig oberhalb der Sesvenna Hütte
   
Peter, Karin, Adrian, Susanne, Rebecca, Uli, Marlène bereit zum Abmarsch vor der Sesvenna Hütte  
   
die Sesvenna Hütte des Südtiroler Alpenvereins (auf Italienischem Bodem)  
   
sumpfiges Farben- und Formenspiel  
Sonntag, 1. September 2002: Val d'Uina
Am Sonntagmorgen diskutieren wir noch über die Gipfelmöglichkeiten, denn in der Nähe liegen die Rasass-Spitze und der Föllakopf. Von Nordosten kommen jedoch wieder so dunkle Wolken heran, dass wir kurz nach 8 Uhr ohne diese Abstecher direkt in Richtung Inntal aufbrechen.
Seenlandschaft en miniature     gegen Sursass, schon wieder in der Schweiz     Grenzsteine beim Passo di Slingia, Blick zurück nach Italien
           
    Teilpanorama zwischen Grenze und Schlucht gegen SW (128KB)      
           
  die alte Pforzheimerhütte im Morgenlicht
   
  Annäherungsversuch
 
   
 
                      gegen il Quar (Schlucht im Val d'Uina)         Teilpanorama kurz vor der Schlucht, Blick zurück gegen SW (176KB)       kurz vor der Schlucht
                                         
Eingang zur Schlucht il Quar  
Die Landesgrenze ist nach 100 Höhenmetern erreicht, dann geht es wieder langsam abwärts. An der Grossalp mündet der steile Weg von der Lischanahütte und den Lais da Rims ein. Anschliessend verengt sich das Tal zu einer Schlucht, und wir kommen auf den künstlich angelegten, gut befestigten Felsenweg durch das Val d'Uina. Die Ausblicke sind eindrücklich und bieten viele Fotomotive. Wir fragen uns, wie das Tal erreichbar war, bevor dieser Weg Anfang des 20. Jahrhunderts angelegt wurde.
  der Anfang des Felsenwegs
  enge Schlucht, luftiger Weg   Felsenweg   Felsenweg   Felsenweg   Felsenweg   Felsenweg mit Blick ins Val d'Uina
                       
        eindrücklicher Felsenweg       il Quar, die Schlucht mit dem Felsenweg                       der Felsenweg mit Tunnel und Blick ins Val d'Uina     Ausblicke ins Val d'Uina
                                               
das obere Val d'Uina, gegen Engadin  
   
Rebecca, Marlène, Adrian, Susanne, Uli, Karin und Peter, im Hintergrund il Quar mit dem Felsenweg  
   
Alp d'Uina Dadaint  
   
Schliesslich läuft der Weg in ein weites, bewaldetes Tal aus. Dieses Mal ist die Verlockung zu gross: Wir nehmen auf den Holzbänken vor der Uina Dadaint Platz und bestellen Kaffee, Kuchen oder Bergkäse. Die Gänse betteln um einen Anteil, ohne Erfolg. Der Regen scheint uns doch noch einzuholen, lässt sich aber durch Aufspannen von Regenschirmen schnell wieder vertreiben.
Dann geht es durch Lärchen- und Kiefernwälder langsam talwärts. Uns kommen viele Biker entgegen - ob sie wohl auch durch die Felsenschlucht hinauffahren? Gegen 13 Uhr treffen wir schliesslich in Sur En an. Das Wetter sieht zu unsicher für ein Weitergehen entlang des Inntals aus, und so treten wir nach einer kleinen Erfrischung im Restaurant die Heimreise im Bus nach Scuol an.
Die ursprüngliche Tour auf den Piz Lischana ist fürs nächste Jahr wieder vorgesehen.
Uli
  Suppe, Alpkäse, Yoghurt, Kaffee,...     Adrian mit anhänglichen Freunden     Verpflegungshalt bei der Alp d'Uina Dadaint  
            Val D'Uina im Regen
  an der Baumgrenze
   
  kurz vor der Alp d'Uina Dadaint
   
  unteres Val d'Uina, Abstieg ins Engadin
     
     
Hilfe zur Tourenplanung:   Landeskarten 1:25'000
Blatt 1219 S-charl
Blatt 1199 Scuol
Links: Sesvenna Hütte
  Felsenwegs im Val d'Uina 
  Val d'Uina

Copyright for all pictures: Claudia Betschart
Last revised: November 15, 2002